Skip to main content

Die Frische fehlte

Erstellt von Marco Lindenbeck, ON-Digital v. 12.08.2017 | |   1. Herren

OHV Aurich siegte mit müden Beinen 33:23 beim Testspiel in Neerstedt und probierte taktische Varianten in Angriff und Abwehr aus

 

Aurich. Der OHV Aurich scheint gerüstet zu sein für die bald beginnende Drittligasaison. Seit gut drei Wochen schuften die Auricher Handballer für die neue Spielzeit. Das eigentliche Spielgerät, den Handball, haben die Akteure bislang wenig zu sehen bekommen.

Deshalb hatten die OHV-Spieler beim Testspiel am Donnerstag beim Oberligisten TV Neerstedt auch müde Beine. Für einen Sieg hat es für die höherklassigen Auricher dennoch gereicht. Mit 33:23 gewann der OHV. Bereits vor einigen Tagen hatte die Mannschaft schon einmal ein Testspiel gegen den Oberligisten ausgetragen. In eigener Halle siegte der OHV deutlich mit 37:16.

 

„Beim Spiel in Neerstedt konnte man merken, dass einige Spieler ganz schön platt waren“, sagte Teammanager Ewald Meyer. Das Trainerteam hatte sich vielleicht ein wenig mehr versprochen, doch nach Aussagen von Meyer sollte man das Spiel auch nicht überbewerten. Das größte Manko neben der fehlenden Frische: „Wir haben in vielen Aktionen zu hektisch reagiert“, so Meyer. Immerhin bot das Testspiel gegen den Oberligisten die Möglichkeit, neue taktische Varianten in Angriff und Abwehr auszuprobieren. Das Ergebnis konnte sich nach Angaben des Teamsprechers auch schon sehen lassen.

 

Nach den Wochen der Plackerei beginnt nun eine Woche vor dem DHB-Pokal der Feinschliff. Nach einer Spinning-Einheit am gestrigen Freitag reist die Mannschaft am heutigen Sonnabend in die Niederlande, um dort ein Testspiel gegen den Erstligisten Emmen auszutragen. In der ersten Runde des DHB-Pokals kommt es dann zum direkten Duell zwischen dem OHV Aurich und dem Wilhelmshavener HV. Die Fecht-Vize-Europameisterin Alexandra N’Dolo hatte die Partie vor Wochen ausgelost. Die Partie zwischen dem SC Magdeburg und dem HC Rhein Vikings komplettiert das Vierer-Turnier. Da der klassenniedrigste Kontrahent Heimrecht genießt, hätte der OHV als Drittligist das Turnier am 19. und 20. August in der Auricher Sparkassen-Arena ausrichten können. Doch die Verantwortlichen der Ostfriesen haben bereits mitgeteilt, dass die Halle zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung steht.

 

Mit dem Stand der Vorbereitung ist Meyer zufrieden. Testspiele gegen Neerstedt (37:16) oder gegen Emmen (30:27) wurden gewonnen. Beim Roland-Stein-Turnier in Oldenburg erreichte der OHV nach einem 36:21 gegen Verbandsligist Oldenburg den dritten Platz. In der Vorrunde hatte die Mannschaft um Trainer Arek Blacha nur gegen den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen (11:20) verloren. „Es läuft ganz gut bei uns“, findet auch Teammanager Meyer.

 

Ihre Ligaform müssen die Auricher Handballer dann am 27. August in der Sparkassen-Arena beweisen. Dann trifft der OHV um 17 Uhr auf die Bundesliga-Reserve der GWD Minden II. Dabei treffen sie auch auf den ehemaligen OHV-Handballer Frank Carstens, der die Mindener trainiert.

 

Bei den Auswärtsspielen müssen sich die Auricher neu orientieren. Wie berichtet, treten die Handballer wieder in der Weststaffel an. Damit kann der OHV gut leben. Für die meisten Spiele müssen die Handballer nur die A  31 entlang fahren. Das bedeutet weniger Reisestress. 8600 Kilometer, meistens wohl ohne Stau, werden in der kommenden Saison vom OHV-Team zurückgelegt. Das sind rund 2400 Kilometer weniger als noch in der vergangenen Spielzeit.

Zurück
Der OHV Aurich sieht sich gerüstet für die neue Drittliga-Saison: Wilke de Buhr, Sven Seidler, Michael Schröder, Nils Goepel, Marek Mikeci, Paul Jordan, Kevin Wendlandt (oben von links), Orthopäde Jan Gravemann, Physiotherapeut Sascha Obst, Physiotherapeutin Annika Hoberg, Mannschaftsärztin Renate Kleeblatt, Betreuer Ulfert Dallügge, Teammanager Ewald Meyer, Co-Trainer Eric Hettmann, Trainer Arek Blacha (Mitte von links), Karlo Oroz, Niklas Bachmann, Youri Denert, Frederik Möhlmann, Jonas Schweigart, Tim Stapenhorst und Josip Crnic (unten von links).Foto: Wolfenberg