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OHV Kader schrumpft weiter

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 21.09.2017 | |   1. Herren

Auricher müssen neben Marek Mikeci beim Longericher SC auch auf verletzten Wilke de Buhr verzichten

Aurich.  Es ist, wie es ist: Arek Blacha jammert nicht. Dabei hätte der Trainer des Handball-Drittligisten OHV Aurich allen Grund dazu. Im besten Fall kann er am Sonnabend mit sieben Feldspielern und zwei Torhütern beim Longericher SC antreten.

Nicht nur, dass Blacha schon länger ohne Marek Mikeci planen muss. Der Neuzugang hatte sich, wie berichtet, im DHB-Pokalspiel Mitte August einen Kreuzbandriss zugezogen. Mikeci ist am Mittwoch in Varel operiert worden und wird den Aurichern mindestens ein halbes Jahr fehlen.

Mit Wilke de Buhr muss der Auricher Trainer gegen Longerich aber jetzt noch auf einen weiteren Leistungsträger verzichten. Und das bei einem ohnehin schon kleinen Kader. De Buhr ist am vergangenen Sonnabend im Spiel beim TV Korschenbroich mit einer Platzwunde in der linken Hand, die genäht werden musste, ausgeschieden. „Er wird definitiv nicht spielen“, sagt Blacha.

Der verletzungsbedingten Ausfälle nicht genug meldete sich in dieser Woche auch noch Kevin Wendlandt grippekrank ab.

Da tut es schon gut, dass Karlo Oroz grünes Licht gegeben hat. Er hatte im Spiel in Korschenbroich einen Tritt in die Achillessehne bekommen und anschließend Probleme beim Laufen. „Das ist nicht so schlimm wie zunächst befürchtet“, sagt Blacha.

Normal zu trainieren und sich auf das Spiel am Sonnabend vorzubereiten ist in dieser Woche unter den personellen Voraussetzungen aber nicht möglich gewesen.

Was macht ein Trainer in dieser Situation? „Ich habe ein paar Sachen vorbereitet“, sagt Blacha. Wenn seine Mannschaft eine Chance haben wolle, dann müsse sie den Gegner vor Aufgaben stellen. Und er hofft, dass Paul Jordan, der nach langer Verletzungspause an seiner Rückkehr ins Team arbeitet, zusammen mit Nachwuchsspieler Tim Stapenhorst wieder voll einsteigen kann.

Die Auricher bekommen es mit dem Longericher SC mit einer, so Blacha, Top-Mannschaft zu tun: „Sie hat das Potenzial für einen Platz unter den ersten Fünf.“ Aktuell sind die Kölner und der OHV mit 4:4 Punkten gleichauf. Sie tun sich auch im Angriff nichts. Die Longericher haben 106 Tore erzielt, der OHV 107. Ein bisschen mehr unterscheiden sie sich in der Zahl der kassierten Tore. 106 mussten die Kölner hinnehmen, 121 die Auricher.

Gemeinsam haben die beiden Mannschaften, dass sie gegen GWD Minden II gewonnen und gegen Titelanwärter TuS Ferndorf verloren haben. Blacha hat das Spiel der Kölner gegen Ferndorf per Video studiert: „Sie haben sich dort super verkauft.“ Die Kölner spielen ihre dritte Saison in der 3. Liga und haben die zweite als Tabellendritter beendet. Sie sind ohne Abgänge und mit fünf neuen Spielern in diese Spielserie gegangen.

„Wir müssen Tore machen. Irgendwie“, sagt Blacha nach dem Ausfall seiner beiden Rückraumspieler Mikeci und de Buhr. 

Freiräume müssen sich die Spieler des OHV (mit Ball Jonas Schweigart) am Sonnabend beim Longericher SC schaffen, um zu Toren zu kommen. Foto: Wolfenberg

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Freiräume müssen sich die Spieler des OHV (mit Ball Jonas Schweigart) am Sonnabend beim Longericher SC schaffen, um zu Toren zu kommen. Foto: Wolfenberg