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Handball-Drittligist OHV beim Tabellenletzten

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 03.11.2017 | |   1. Herren

Der Handball-Drittligist OHV hat am vergangenen Spieltag mit einem Unentschieden gegen einen Aufstiegsanwärter überrascht. Am Sonntag müssen die Auricher beim Tabellenletzten ATSV Habenhausen antreten.

Aurich. Der Gegensatz ist krass. Deswegen wird die nächste Aufgabe für den Handball-Drittligisten OHV Aurich aber nicht einfacher. Eher noch schwieriger. Nachdem die Auricher am vergangenen Spieltag gegen Aufstiegsanwärter Bayer Dormagen in einem mitreißenden Spiel einen überraschenden Punktgewinn feierten, müssen sie jetzt am Sonntag um 17 Uhr beim Tabellenletzten ATSV Habenhausen antreten.

OHV-Trainer Arek Blacha ist sich ganz sicher, dass seine Mannschaft das Spiel gegen Dormagen zwar genossen, aber auch abgehakt hat und jetzt ganz auf den nächsten Gegner fokussiert ist. „Wir werden Habenhausen nicht unterschätzen“, sagt Blacha. Warum er davon so fest überzeugt ist, hat ihm die Vergangenheit gezeigt: „In den vergangenen beiden Jahren haben wir uns immer zusammengerissen, wenn es gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel ging.“

Personelle Lage leicht verbessert

Anlass zu Optimismus gibt ihm auch die leicht verbesserte personelle Lage. Kevin Wendlandt ist zwar noch nicht ganz wieder fit, wird aber dabei sein. Torwart Youri Denert, der gegen Bayer Dormagen fehlte, weil er mit mit der belgischen Nationalmannschaft im Einsatz war, ist zurück und gehört wieder mit zum Kader. Und mit Niklas Bachmann steht ein Langzeitverletzter erstmals wieder bereit.

Er trainiert bereits seit längerem im Rahmen seiner Möglichkeiten mit und zu 100 Prozent seit zwei Wochen. „Es ist beeindruckend, wie er sich nach vorne peitscht“, so Blacha. Die Begeisterung aus dem Spiel gegen Bayer Dormagen heißt es für die Auricher mitzunehmen in die Partie beim ATSV Habenhausen. „Das ist dort immer eine besondere Atmosphäre“, sagt Blacha mit Blick auf die bisherigen Aufeinandertreffen.

Bilanz des Gegners für den OHV kein Maßstab

Die Habenhausener sind zwar Aufsteiger in die 3. Liga, aber deswegen nicht ganz neu. In der Saison 2013/14 spielten sie das erste Mal dort, in der Nordstaffel. Nach einem Jahr stiegen sie wieder ab, nächste Saison wieder auf, wieder ab und wieder auf. Um das Rauf und Runter zu beenden, stellten sich die Habenhausener für diese Saison personell breiter auf. Unter anderem kam mit dem 35-jährigen Spanier Victor Monroy Gonzales ein Spieler mit Champions-League-Erfahrung.

Im Vorfeld war Trainer Lars Müller-Dormann zuversichtlich, dass seine Mannschaft diesmal den Abstieg verhindern kann. Die Habenhausener starteten mit einem Unentschieden gegen den TV Korschenbroich auch vielversprechend in die Saison. Es sollte jedoch ihr bisher einziger Punkt bleiben. Ihre bisherige Ausbeute ist für Blacha jedoch nicht der Maßstab: „Die Habenhausener spielen einen guten Handball und sie kämpfen bis zur letzten Sekunde.“

Dass es keinen Grund gibt, die Habenhausener zu unterschätzen, hat am vergangenen Wochenende erst wieder der Longericher SC erfahren. In eigener Halle lagen die Kölner 6:13 zurück, zur Halbzeit 12:14 und am Ende stand für sie ein 27:23-Arbeitssieg. Ein positives Ergebnis soll am Sonntag auch für den OHV herauskommen. Allein darauf kommt es an.

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Ganz Ohr waren die Spieler des OHV Aurich. So wie sie gegen Bayer Dormagen die Anweisungen von Trainer Arek Blacha erfolgreich umsetzten, wollen sie auch beim Tabellenletzten ATSV Habenhausen seinen Worten Taten folgen lassen. Foto: Wolfenberg