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OHV-Spieler de Buhr schwer verletzt

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 06.11.2017 | |   1. Herren

Unter den Eindrücken, dass sich OHV-Spieler Wilke de Buhr am Sonntag im Spiel beim ATSV Habenhausen in der vierten Minute schwer verletzte, reichte es für die Auricher beim Tabellenletzten nur zu einem 28:28.

Unter den Eindrücken, dass sich OHV-Spieler Wilke de Buhr am Sonntag im Spiel beim ATSV Habenhausen in der vierten Minute schwer verletzte, reichte es für die Auricher beim Tabellenletzten nur zu einem 28:28.

Habenhausen. Es passierte in der vierten Spielminute: Von da an war die Drittligapartie am gestrigen Sonntag zwischen dem Tabellenletzten ATSV Habenhausen und dem OHV Aurich kein normales Spiel, sondern eins unter erschwerten Bedingungen. OHV-Spieler Wilke de Buhr wurde wegen einer Ellenbogenverletzung eine Stunde auf dem Spielfeld behandelt. Die Mannschaft des OHV entschied sich anschließend dafür, das Spiel fortzusetzen. Und dann sollte es am Ende nicht sein. Die Partie endete mit 28:28 Toren. „Schade, wir hatten alles in der Hand“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha.

Wer den Live-Ticker im Internet verfolgt hatte, ahnte schon böses, als sich nach 3:08 Minuten und dem letzten Eintrag Rote Karte gegen den Habenhausener Rückraumspieler Mirco Wähmann nichts weiter tat. Für OHV-Teammanager Ewald Meyer war Wähmanns Abwehraktion gegen de Buhr damit zu hart bestraft worden. Er habe den Wurf geblockt, Wilke de Buhr sei gefallen und habe sich mit dem linken Arm abstützen wollen. Dabei passierte es.

OHV-Speler und OHV-Fan im Krankenhaus

 

 

Habenhausen – OHV 28:28 (14:14)

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Witt (5 Tore), Marien (8/davon 4 Siebenmeter), Fischer (4), B. Wähmann (2), Monroy, Rauer, Grädtke, J. Schluroff (1), M. Schluroff (5), M. Wähmann, L. Schluroff, Müller (3).

OHV Aurich: Denert, Möhlmann; Crnic (3/1), de Buhr, Wendlandt (4), Goepel (1), Bachmann, Stapenhorst (1), Schröder (6), Jordan (5), Schweigart (2), Oroz (6).

Zeitstrafen: ATSV 10 Minuten – OHV 8.

Rote Karten: Mirco Wähmann (4. Minute), Björn Wähmann (58.).

Siebenmeter: ATSV 4/4 verwandelt – OHV 2/1.

Schiedsrichter: Lars Hamerich/Arne Surrow (Hamburg/Elmshorn).

Torfolge: 1:4 (4. Minute), 4:4 (7.), 7:6 (12.), 7:9 (18.), 13:12 (27.), 13:14 (30.), 14:14 (30.); 16:17 (39.), 16:19 (40.), 21:24 (48.), 24:27 (55.), 27:27 (58.), 27:28 (58.), 28:28 (60.).

Nachdem zunächst die Sanitäter erste Hilfe geleistet hatten, kümmerten sich dann der Vater von OHV-Spieler Nils Goepel, der Arzt ist, und ein Arzt vor Ort um de Buhr. „Wilke war ansprechbar, hatte aber starke Schmerzen“, sagte Meyer. Mit einem Rettungswagen wurde der Auricher Spieler mit der Diagnose Ellenbogenbruch ins Krankenhaus gefahren. Auf den ersten Röntgenbildern bestätigte sich die jedoch nicht. Danach ist das Ellenbogengelenk ausgekugelt gewesen. Darüber hinaus musste ein mitgereister OHV-Fan nach einem Kreislaufzusammenbruch ebenfalls mit einem Rettungswagen im Krankenhaus behandelt werden. Sowohl de Buhr als auch der OHV-Fan sind über Nacht im Krankenhaus in Bremen geblieben. Am heutigen Montag soll ein MRT weitere Aufschlüsse über die Verletzung von de Buhr geben.

 

„Die Schiedsrichter haben es dann beiden Mannschaften überlassen, ob sie die Partie fortsetzen wollen“, sagte Meyer. Die Habenhausener wären mit einem Spielabbruch einverstanden gewesen. Ob aber die Staffelleitung auch einer Neuansetzung zugestimmt hätte, wäre nicht sicher gewesen. Die Mannschaft des OHV entschied sich dafür, die Partie fortzusetzen. „Wir wollten für Wilke weiterspielen“, sagte Meyer.

OHV entschied sich für Fortsetzung des Spiels

Zum Zeitpunkt, als das Unglück passierte, führte der OHV 3:1. Rund 70 Fans hatten die Auricher zum Spiel begleitet und sorgten dafür, dass die Halle fest in ihrer Hand war.

Die Partie verlief dann bis zur Halbzeit ausgeglichen mit wechselnden Führungen. Zur Halbzeit stand es 14:14. Paul Jordan hatte 30 Sekunden vor der Pause das 14:13 erzielt, Habenhausen sechs Sekunden vor Schluss ausgeglichen. „Wir waren im Angriff zu unkonzentriert“, sagte Meyer. Die Abwehr habe relativ gut gestanden.

Auricher legten in der zweiten Halbzeit die Tore vor

Nach dem Wechsel legten die Auricher von Anfang an die Tore vor. Sie führten über weite Strecken der zweiten Halbzeit sogar mit drei Toren. Bis zur 55. Minute (27:24). Zweieinhalb Minuten vor Schluss stand es dann 27:27. Michael Schröder traf im Gegenzug zum 28:27 für den OHV. Die Auricher schafften es jedoch nicht, nachzulegen. Zu überhastet ihre Abschlüsse. Die Habenhausener glichen 57 Sekunden vor Schluss zum 28:28 aus. Und doch hatten die Auricher noch die Chance, die Partie zu gewinnen. Zwei Sekunden vor Schluss erhielt der Habenhausener Björn Wähmann die Rote Karte und der OHV einen Siebenmeter. Josip Crnic, der an sich treffsicherste Auricher, trat an und vergab. Der Habenhausener Torwart fischte den Ball noch. Es passte zu dem Spiel.

„Es war nicht einfach, unter diesen Umständen zu spielen. Aber wir haben uns Würfe genommen, die wir uns nicht hätten nehmen dürfen und hatten auch Chancen, die Partie vorzeitig zu entscheiden“, sagte Meyer.

„Wir haben unsere Angriffe nicht clever zu Ende gespielt“, so Blacha. Man habe schon gemerkt, dass die Spieler nicht mit ganzer Konzentration bei der Sache waren. Was er seiner Mannschaft, in der nach dem Ausfall von de Buhr nur drei Rückraumspieler übrig geblieben waren, zugute hielt: „Sie hat gekämpft.“

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Es passierte in der vierten Spielminute. Mit einer schweren Ellenbogenverletzung schied OHV-Spieler Wilke de Buhr aus. Eine Stunde war die Partie in Habenhausen unterbrochen. Archivfoto: Wolfenberg