Skip to main content

OHV vom Verletzungspech verfolgt

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 08.11.2017 | |   1. Herren

Der Drittligist OHV Aurich trifft es in dieser Saison knüppeldick. Kevin Wendlandt ist bereits der fünfte Spieler, der verletzungsbedingt langfristig ausfällt. Auch Wilke de Buhr muss lange aussetzen.

Aurich. Wie bereits berichtet, hat sich Wendlandt am Sonntag im Spiel beim ATSV Habenhausen am Ellenbogen verletzt. Am Montag wurden ein Kapselriss und Bänderrisse diagnostiziert. Darüber hinaus plagt sich Wendlandt bereits seit längerem mit Schulterbeschwerden, die in der Winterpause operativ behandelt werden sollen. Wie lange Wendlandt deswegen ausfallen wird, wird sich erst dann zeigen.

Seit Dienstag steht auch definitiv fest, dass der OHV lange auf Wilke de Buhr verzichten muss. Ihn hatte es im Spiel in Habenhausen noch schlimmer getroffen als Wendlandt. De Buhr war mit ausgekugeltem Ellenbogengelenk ins Bremer Krankenhaus gefahren worden. Das MRT ergab jetzt, dass mehrere Sehnen und Bänder gerissen sind. Am Donnerstag hat de Buhr jetzt noch einen Termin bei Dr. Karl Friedemann Hopf, dem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Auricher Krankenhaus. „Dann entscheidet sich, ob ich operiert werden muss“, sagte de Buhr. Sein Arm ist eingegipst. Und gegen die Schmerzen nimmt er Medikamente.

Teammanager hat solch eine Misere noch nicht erlebt

Teammanager Ewald Meyer mag es kaum glauben. Seit 16 Jahren ist er jetzt beim OHV dabei: „Aber solch eine Misere habe ich noch nicht erlebt.“ Zwei Langzeitverletzte, Niklas Bachmann und Sven Seidler, standen bereits auf der Ausfallliste, ehe die Vorbereitung auf die Saison begonnen hatte. Die OHV-Verantwortlichen wussten aber um die Rückkehr der Beiden, die an der Schulter operiert worden sind, im Laufe der Saison.

Bachmann gehörte im Spiel gegen den ATSV Habenhausen erstmals wieder zum Kader, kam aber noch nicht zum Einsatz. Wann Seidler wieder ins Geschehen eingreifen kann, steht noch nicht fest. Im DHB-Pokalspiel im August zog sich dann Neuzugang Marek Mikeci einen Kreuzbandriss zu. Ob er in dieser Saison noch einmal aktiv ins Geschehen eingreifen kann, ist eher unwahrscheinlich. Mit Mikeci, de Buhr und Wendlandt muss der OHV jetzt auf drei Leistungsträger im Rückraum verzichten.

Am Dienstagabend haben sich Ewald Meyer, OHV-Vorsitzender Ulrich Mittelstädt und Trainer Arek Blacha zusammengesetzt, um über die Situation zu beraten. Denn Fakt ist, dass personell etwas passieren muss. Daran führt kein Weg vorbei. „Wir müssen sehen, dass wir Alternativen kriegen“, sagte Meyer. „Die werden wir aber nicht bis Sonntag kriegen“, so der Teammanager weiter. Dann haben die Auricher ein Heimspiel gegen den Tabellenzwölften VfL Gummersbach II. „Wir müssen langfristig gucken und uns irgendwie bis zur Winterpause retten“, so Meyer.

Zurück
Kevin Wendlandt ist der fünfte Langzeitverletzte im Team des OHV. Foto: Wolfenberg
Wilke de Buhr fällt mit einer Ellenbogenverletzung langfristig aus. Foto: Wolfenberg