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OHV will aus personeller Notlage das Beste machen

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 10.11.2017 | |   1. Herren

Da waren es nur noch sieben. Gerade so viel, dass dem Trainer des Drittligisten OHV Aurich für das Heimspiel Sonntag gegen den VfL Gummersbach II vom eigentlichen Kader ein Auswechselspieler bleibt.

Aurich. „Wir haben uns vorgenommen, das Beste aus der Situation zu machen“, sagt Arek Blacha. Was anderes bleibt den Aurichern nicht übrig. Auf die Schnelle Ersatz für die neu hinzugekommenen Langzeitverletzten Wilke de Buhr und Kevin Wendlandt zu finden, ist nicht möglich. Beide hatten sich im Spiel am vergangenen Sonntag beim ATSV Habenhausen am Ellenbogen verletzt. Ob de Buhr am Ellenbogen operiert wird, mehrere Sehnen und Bänder sind gerissen, entscheidet sich endgültig Anfang kommender Woche. Wendlandt ist für sechs Wochen krankgeschrieben. Und dann steht seine Schulter-OP an.

Blacha, OHV-Teammanager Ewald Meyer und OHV-Vorsitzender Ulrich Mittelstädt haben am Dienstagabend die Lage intensiv analysiert. „Wir sind auf der Suche nach zwei Verstärkungen“, sagt Blacha. Die aber lassen sich nicht von jetzt auf gleich verpflichten. Zunächst für das Spiel am Sonntag müssen sich die Auricher irgendwie behelfen. Und der Trainer muss sich einiges einfallen lassen, um mit dem zur Verfügung stehenden Personal über das Spiel zu kommen. Möglichst auch noch erfolgreich. Die Gummersbacher sind mit 8:14 Punkten Tabellenzwölfter und haben zuletzt vier Spiele in Folge verloren. Zwei Punkte mehr auf der Habenseite wären für den OHV mit Blick auf das noch ausstehende Punktspielprogramm unter den personellen Voraussetzungen bis zur Winterpause Gold wert.

OHV mit noch drei etatmäßigen Rückraumspielern

Die Außenpositionen sind beim OHV nicht das Problem. Aber Blacha kann für das Spiel gegen die Gummersbacher Bundesligareserve lediglich mit drei etatmäßigen Rückraumspielern planen: Jonas Schweigart, Paul Jordan und Tim Stapenhorst. In der Vorbereitung auf das Spiel versucht Blacha, mit diesen personell arg begrenzten Möglichkeiten zu jonglieren. Er ist aber nicht nur als Taktiker, sondern auch als Psychologe gefordert. „Wir sind alle schockiert darüber, wie wir in dieser Saison und insbesondere im letzten Spiel von schweren Verletzungen betroffen sind. Das muss man mental erst einmal verarbeiten“, sagt Blacha.

Die Auricher treffen mit dem VfL Gummersbach II auf eine junge Mannschaft, die Tempo macht. Daran wird auch der Trainerwechsel nichts geändert haben, den es in der vergangenen Woche beim VfL gegeben hat. Der bisherige Coach der U23, Denis Bahtijarevic, ist seitdem für die Bundesligamannschaft des Vereins verantwortlich. Maik Thiele ist der neue Trainer der zweiten Mannschaft. Der gebürtige Gummersbacher war bereits in der Saison 2011/12 und 12/13 in Diensten für die Nachwuchsmannschaft. Zuletzt hat er den Oberligisten TV Strombach trainiert. Am Montag leitete er erstmals die Übungseinheit.

Ein neuer Trainer sorge zwar für neue Motivation, so Blacha: „Aber wir beschäftigen uns mehr mit uns als mit dem Gegner. Damit haben wir genug zu tun.“ Bleibt noch der Wunsch nach einer großen Zuschauerkulisse, die solch eine Stimmung verbreitet, dass am Ende für den OHV trotz aller Sorgen und Nöte etwas positives herauskommt. So, wie zuletzt gegen Bayer Dormagen.

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Michael Schröder ist im Team des OHV ein Aktivposten am Kreis. So, wie gegen Bayer Dormagen, will er sich auch am Sonntag Freiräume verschaffen, wenn die U23 des VfL Gummersbach der Gegner ist. Foto: Wolfenberg