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Viel Ärger und noch ein Spieler verletzt

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 11.12.2017 | |   1. Herren

Die letzte Partie des OHV in der Hinrunde passte zum frustrierenden Saisonverlauf

Aurich. Abstand gewinnen von einer Hinrunde, wie sie kaum verflixter hätte laufen können: Darum geht es in den nächsten Wochen für die personell gebeutelten Drittliga-Handballer des OHV Aurich.

Das letzte Spiel am Freitag bei der SG Menden, es war typisch für den bisher frustrierenden Saisonverlauf: ein weiterer verletzter Spieler und auch sonst viel Ärger. 

Mit 20:34 Toren (Halbzeit 11:16) hatten die Auricher, wie berichtet, ihre bisher höchste Niederlage in dieser Saison kassiert. Doch das war unerheblich. OHV-Trainer Arek Blacha sah die Ursache darin in den Entscheidungen der jungen Schiedsrichter Marvin Cesnik und Jonas Konrad. Nach zehn Minuten hatten die bereits zwei Zeitstrafen gegen OHV-Abwehrchef Michael Schröder ausgesprochen. Für Blacha nicht nachvollziehbar. 

Zu dem Zeitpunkt führten die Auricher noch. „Wir waren besser“, so der OHV-Trainer. Aufgrund der Entscheidungen habe sich seine Mannschaft aber nicht absetzen können. 

 

Auricher sehnten im letzten Spiel den Schlusspfiff herbei 

Zur Halbzeit hatte Blacha gar das Gefühl, dass es wenig Sinn mache, das Spiel fortzusetzen. Er übte laut Kritik und handelte sich dafür selbst eine Zeitstrafe ein. Da 55 Sekunden zuvor auch Tim Stapenhorst für zwei Minuten auf die Bank geschickt worden war, begannen die Auricher den zweiten Spielabschnitt in zunächst doppelter, dann einfacher Unterzahl und fingen sich ganz schnell die Tore zum 11:20 ein. „Da war das Spiel gegessen“, so Blacha. Seine Mannschaft sei gebrochen gewesen und habe sich nicht mehr auf das Spiel konzentrieren können. Die Auricher sehnten nichts mehr herbei als den Schlusspfiff. 

 

Zu allem Unmut kam dann auch noch der Ausfall von Michael Schröder in der zweiten Halbzeit. Es besteht der Verdacht auf einen gerissenen Innenmeniskus. Ein MRT muss in den nächsten Tagen nähere Aufschlüsse geben. 

Am Ende des Spiels standen für den OHV sieben Zeitstrafen zu Buche, für die SG zwei. 

Blacha machte die Niederlage aber nicht ausschließlich an der Leistung der Schiedsrichter fest. Er bemängelte in seinem Team die schlechte Effektivität. Er vermisste bei seinen Spielern im Angriff die Entschlossenheit, Richtung Tor zu gehen. 

Auf der Weihnachtsfeier am Sonnabend hatten die Auricher Gelegenheit, auf andere Gedanken zu kommen. Bis zum 13. Januar ist jetzt Punktspielpause. Bis dahin hofft Blacha, dass die Mannschaft den Resetknopf gedrückt hat, um dann neu zu starten. Bis zum 21. Dezember trainieren die Auricher vor dem Hintergrund Regeneration weiter. „Die Mannschaft ist einfach alle. Die Spieler brauchen Zeit zum Luft holen“, sagte Blacha. Ab dem 3. Januar bereiten sich die Auricher dann auf die Rückrunde vor. 

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Michael Schröder schied im Spiel bei der SG Menden mit einer Knieverletzung aus. Archivfoto: Wolfenberg