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Ohne Ass im Ärmel ins letzte Heimspiel

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 01.12.2017 | |   1. Herren

Für Rumpfmannschaft des OHV Aurich bleibt am Sonnabend gegen den Leichlinger TV erneut nur, das Beste draus zu machen

Aurich. Zweimal müssen die Drittliga-Handballer des OHV Aurich in diesem Jahr insgesamt noch ran. Ein letztes Mal am Sonnabend in eigener Halle. Dann empfangen sie um 19 Uhr in der Sparkassen-Arena den Tabellenfünften Leichlinger TV. Und wieder einmal steht die Partie für sie unter dem leidigen Thema, mit den stark eingeschränkten personellen Möglichkeiten das Beste zu geben. 

Das haben die Auricher am vergangenen Sonntag gegen den punktgleichen Tabellennachbarn TuS Volmetal auch getan. Und trotzdem reichte es am Ende nicht einmal zu einem Punkt. Es war knapp. Umso frustrierter waren die Auricher nach dem Spiel. „Das war einfach nur bitter“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha, der bis Mittwoch keine Erinnerungen geweckt und das Spiel nicht näher analysiert hatte. „Das hat uns alle mitgenommen“, so Blacha. Inzwischen aber haben sich auch alle damit abgefunden, dass die Situation nun mal so ist, wie sie ist. 

Und jetzt kommt in einem Nachholspiel der Leichlinger TV. Eigentlich stand das Spiel für Anfang Oktober auf dem Plan. Da aber war die Sparkassen-Arena wegen des Oktoberfestes belegt. 

In dem Aufeinandertreffen an diesem Sonnabend, ist nicht nur, wie berichtet, für den langjährigen OHV-Spieler Jannes Hertlein, jetzt in Diensten der Leichlinger, alles umgekehrt. Für ihn ist es diesmal ein Auswärts- und kein Heimspiel. Auch die Bilanz der beiden Mannschaften ist genau anders herum. 9:17 Punkte hat der OHV, 17:9 der Gegner. Die Tordifferenz des OHV beträgt minus 25 Treffer, die der Leichlinger plus 25. 

Vor zwei Jahren, als beide Teams gegeneinander antraten, las sich die Statistik im Vorfeld ähnlich. Damals überraschten die Auricher als Außenseiter mit einem 35:26-Sieg in Leichlingen. Blacha hat sich das Spiel noch einnmal angeschaut: „Da war Torben Lemke noch dabei, Jonas Schweigart gesund, Kevin Wendlandt sehr gut drauf. Und Jannes Hertlein bei uns im Team. Diese Aspekte fallen diesmal alle weg.“ 

Lemke ist gar nicht mehr dabei. Wendlandt fehlt verletzt, Schweigart ist wegen einer Fußverletzung nicht richtig fit. Ja, und Hertlein spielt jetzt für die Leichlinger. 

Zwar hat Schweigart, obwohl verletzt, gegen den TuS Volmetal gespielt. Und wird das auch am Sonnabend gegen Leichlingen tun. Aber an Training war mit dem lädierten Fuß bis Mittwoch nicht zu denken. 

Auch Tim Stapenhorst werde gegen Leichlingen spielen, so Blacha: „In welcher Verfassung, muss sich zeigen.“ Stapenhorst ist ebenfalls am Fuß verletzt, saß gegen den TuS Volmetal zwar mit auf der Auswechselbank, kam aber nicht zum Einsatz. Und auch erste Trainingsversuche verliefen am Dienstag noch nicht so gut. Aber jeder Tag mehr ist ein gewonnener Tag. 

Dass der eigentliche OHV-Torwart Frederik Möhlmann, aufgrund der angespannten personellen Lage, wie zuletzt, wieder als Abwehrspieler zum Einsatz kommt, ist damit eher unwahrscheinlich. Darüber hinaus musste Möhlmann gegen Volmetal auch noch kurzzeitig im Tor aushelfen. Eine Doppelfunktion sei aber schwierig, so der Auricher Trainer: „Er soll sich auf eine Sache konzentrieren.“ 

Blacha hat sich aber nicht nur mit der angenehmen Vergangenheit des OHV gegen Leichlingen beschäftigt, sondern auch mit der misslichen Gegenwart. Er hat drei Spiele der Leichlinger gesehen und festgestellt, dass die mit unterschiedlichen Abwehrvarianten kaum Probleme haben. Und dann ist da noch David Kreckler. Der ist Haupttorschütze in der 3. Liga, Staffel West. 

„Wir haben kein Ass im Ärmel“, sagt Blacha. Da müsse in seinem Team im Angriff schon alles klappen, um für etwas positiv Zählbares in Frage zu kommen. Oben an steht aber für ihn, dass seine Mannschaft ihr Bestes gibt. Und das ist nicht unbedingt verbunden mit einem Erfolg. Denn dafür sind die Rollen zu klar verteilt. 

 

Ganz Ohr sind die Spieler des OHV Aurich, wenn Trainer Arek Blacha mit einer Auszeit eingreift und ansagt, was zu tun ist. Gemeinsam wollen die Auricher auch am Sonnabend gegen den Leichlinger TV versuchen, das Beste draus zu machen. Foto: Wolfenberg