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Mit den Sponsoren on Tour

|   Rund ums Team

Den Bus hatte die EWE gesponsert, inklusive der Fanschals; die Eintrittskosten wurden freundlicherweise von den EWE Baskets übernommen, und so sind etliche Förderer des OHV erstmals Zuschauer beim Spiel der Oldenburger Basketballer geworden und durften sich das Match gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter der Bundesliga Ratiopharm Ulm ansehen.

Marco Bents, von Bents Büro, hatte das besondere Event vermittelt und so saßen wir denn im Block 11, verteilt in den Reihen 17 bis 19, an der schmalen Seite der Halle, also da, wo einer der Körbe auf einer Höhe von 3,05 Meter hängt (somit  exakt 10 Fuß: amerikanischer Fuß – versteht sich). Die neue EWE-Arena fasst 6000 Zuschauer, dann ist sie rappelvoll und sie war rappelvoll. 

Auf der anderen Hallenseite, also uns genau gegenüber, standen massenhaft junge Leute im EWE-Baskets-Outfit und machten Stimmung. Mit verschiedenen Rhythmen ihrer Trommler, starteten sie einen Schlachtgesang nach dem anderen, hüpften im gleichen Takt, oder klatschten und mit ihnen schon bald die anderen Zuschauer, denn die Stimmungsmacher steckten an – und uns natürlich auch. 

Auf und neben dem Feld, vor allem aber in den Auszeiten und Viertelpausen sorgten zudem Cheerleader mit tänzerischen und akrobatischen Showeinlagen dafür, dass der eine oder andere Zuschauer kurz die Luft anhält. Ob bei Pyramiden, Stunts, spektakulären Würfen oder kleinen Turneinlagen: Die Bright Delights lassen das alles einfach und leicht aussehen. Die besondere Kleidung und die riesigen, speziellen goldfarbenen Büschel an den Händen machen den Hingucker perfekt. 

Nicht zu vergessen, die Helden auf dem Parkett. Mit ihrer Körperlänge mindestens auf Handballerniveau, zeigten sie uns, dass man einen Ball nicht nur auf ein Tor werfen kann. Da waren schon einige Distanzwürfe zu sehen, die haargenau in den Basketring hineinfielen. Und insbesondere die Ulmer zeigten, wie schnell ein Ball durch die eigenen Reihen fliegen kann, bis ein Spieler in die ideale Wurfposition gekommen ist. 

Der Anfang aber gehörte den Oldenburgern. Sie führten die ersten Minuten an und sorgten gleich für eine Euphorie in der Arena. Doch die Ulmer sind nicht von ungefähr ungeschlagener Tabellenführer. Stück für Stück kamen sie näher heran und holten die Baskets nicht nur ein, sondern führten auch bald. Nach dem zweiten Viertel hatten sie bereits 51 Punkte erzielt. Aber die 43 Punkte der Baskets waren aller Ehren wert. 

Nicht mehr so gut wie die erste Halbzeit war dann die zweite. Lange sah es so aus, dass Ulm das Ding – wenn auch knapp – sicher nach Hause fahren würde. Doch weit gefehlt. Obwohl sie vier Minuten vor dem eigentlichen Ende mit neun Punkten vorne lagen. Doch die Oldenburger waren plötzlich wieder dran und spektakulär die letzte Minute der regulären Spielzeit: Brian Qvale setzte zwei Freiwürfe in den Korb und das Spiel ging mit einem Unentschieden in die Verlängerung – die hier Overtime heißt. 

Die aber wussten die Ulmer zu nutzen und kamen nach dem Fünfminuten-Extra mit einem blauen Auge davon: 96:88 für den Tabellenersten und für uns und unsere Sponsoren ein spannender, interessanter Abend. 

 

Willy Oevermann 

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