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Und überhaupt...

Schon mal einen Sarkasmus vorgetäuscht?

Schon mal einen Sarkasmus vorgetäuscht?

Für die Physiker und Mathematiker besteht die Welt fast ausschließlich aus Naturgesetzen, hingegen für das gemeine Volk überwiegend aus dem Einkommensteuergesetz und für die Gläubigen aus der Bibel. Hinzu gesellen sich unzählige Regeln, die uns in unserem täglichen Leben begleiten. 

Eine dieser Regeln besteht darin, dass sich im Urlaubshotel die alten Leute grundsätzlich am Büfett vordrängeln – vermutlich angetrieben von der Sorge, ohne Zeitgewinn den letzten Gang nicht mehr miterleben zu können. „Wer zuerst kommt mahlt zuerst“ hieß es noch während derer Kindheit, aber auch „Die Ersten werden die Letzten sein.“ Das scheint längst der Schnee von gestern zu sein und „Das Leben ist kein Ponyhof, kein Wunschkonzert und kein Deckchenhäkeln“ heißt es jetzt und „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ ist an vordere Stellen gerückt.

Am Sport ist das alles auch nicht vorbeigegangen. Neben den Spielregeln gibt es aberdutzend andere: „Das Runde muss ins Eckige“, „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ und, dass der FCB immer die leichteren Gegner zugelost bekommt. 

Einige Regeln sind auch nicht mehr dazu da, eingehalten zu werden und die alte „Abseits ist, wenn der Schiri pfeift!“ ist längst abgeschafft. Stattdessen ist heutzutage jeder Pfiff des Unparteiischen eine Aufforderung an alle Balltreter zur spontanen Rudelbildung, Lamentiererei und zum Austicken mindestens eines Trainers. 

Eine sehr interessante Regel jedoch hat uns Uli Stein, der begnadete Cartoonist, unlängst erklärt: „Trifft der Speer eines Speerwerfers einen Linienrichter, kann der Wurf nur dann gewertet werden, wenn der Linienrichter bewegungslos liegen bleibt, keinesfalls aber, wenn er in Richtung Rotes-Kreuz-Zelt kriecht!“

So sieht’s aus!

(Besondere Anmerkung: Ich möchte mich am Ende der Saison bei allen bedanken, die meine Anekdoten lesen und mögen. Ganz besonders bei den wenigen, die mir das auch erzählt haben!)

 

Das hätte ich von Dir nicht erwartet.

So etwas nicht. Wirklich nicht. Von vielen, aber nicht von Dir! Wo Du doch sonst so ein ruhiger Mensch bist. So ein besonnener, so ein reservierter Typ. Aber, dass Du so aus dem Häuschen sein kannst. So wie am Samstag in der Arena. So hab ich Dich noch nie erlebt. So vollkommen außer Rand und Band. Wie Du sechzig Minuten lang mit der Pappklatsche in der Hand dem Rhythmus der Trommler gefolgt bist. Stehend, obwohl du einen Sitzplatz hattest. 

Wie Du gejohlt und geschrieen hast. Mitgefiebert und mitgefeiert hast. Selbst Deinen Nebenmann mitgezogen und an das Unmögliche geglaubt hast. Wie Du vor Freude über das ganze Gesicht gestrahlt hast. 

Also, jetzt mal ohne Scheiß: Du warst toll. Du warst allererste Sahne. Bombe! Und wenn ich heute noch jemandem applaudieren sollte, dann Dir. Wenn ich einen Preis zu verleihen hätte, Du würdest ihn bekommen. Eigentlich hätte ich Dich umarmen sollen, für das, was Du am Samstag in der Arena geleistet hast. 

Und ich bin heute noch froh, dass ich Dich so erleben durfte. Ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich nur dran denke.

Ich danke Dir, vor allen Leuten.

So steht's in den Sternen geschrieben Teil 1

Erstellt von Willy Oevermann, OHV Aurich | |   Kolumne

So steht's in den Sternen geschrieben                     Teil 1

 

Alle Jahre wieder wird das alte abgeharkt und für das neue müssen Horoskope her. Der Mensche will wissen, was kommen und wie's laufen wird; mit dem Berufs- und dem Liebesleben. Er will wissen, ob für ihn Pluto im ersten und Bello im zweiten Hause steht und ob die Wohnungsnot so weitergeht.

Im Altertum gehörte die Vorausschau auf das Kommende unmittelbar zum täglichen Leben, es sicherte oftmals das Überleben, wenn nur gewisse Vorkehrungen rechtzeitig getroffen wurden. Diese Aufgabe nahmen vielerorts die Priester wahr, welche sich zahlreicher Orakel bedienten, um den Willen der Götter zu erforschen, in deren Händen alles Jetzige und Zukünftige lag. Aus dem Zustand der Eingeweide von Opfertieren oder dem Flug der Vögel wurden wichtige Schlüsse gezogen, die jedoch häufig die Erwartungen des Auftraggebers widerspiegelten. Verlässlicher erschien da schon eher die Deutung der Himmelskörper bzw. der Figuren, die diese bildeten. Die Sonne, von der alles Leben abhängt, war in allen Ur-Religionen der Menschheit das Zentrum der Verehrung. Ihre Stellung am Firmament im Lauf der Jahreszeiten wurde genau beobachtet und berechnet. Etliche archaische Monumente wie Stonehenge in England oder die Externsteine in Ibbenbüren/Westfalen, welche die Sommersonnenwende markieren, zeugen von dieser Beobachtung des Himmels, wobei auch dem Stand des Mondes und der Sterne große Bedeutung beigemessen wurde. Im Laufe der Jahrtausende entwickelten sich daraus die Astronomie und die Astrologie. Rein rationell die eine, magisch die andere.

Dass auch Österreicher sich damit beschäftigen, ist nicht der Rede wert. Dass aber die Ösi-Herren Drabesch und Höritsch sowie Alice Kaufmann ein Handballhoroskop anfertigten, ist dann schon etwas verwunderlicher. Zumindest auf den ersten Blick, weil man unsere südlichen Nachbarn eher in der Skihütte vermutet als auf dem Handballparkett. Aber weit gefehlt: Der IHF hat alle männlichen und weiblichen Handballnationalverbände bewertet und in eine Rangliste gepackt und siehe da, da steht der ÖHB an 15.ter Stelle weltweit.

Folglich kann man den drei Autoren eine gewisse Kompetenz zugestehen und gespannt sein, was sie denn zu den einzelnen Tierkreiszeichen handballtechnisch herausgefunden haben und für unsere Spieler weissagen können. Zum Beispiel bei unserem 

Steinbock (22.Dez. bis 20.Januar): "Viele ihrer Gegner scheinen für die Herausforderung besser gerüstet zu sein, aber der Spielertyp sind Sie. Denn noch immer sind es Energie, Durchhaltevermögen und Cleverness, die Steinböcke auszeichnet. Sie warten ab – und sind dann derjenige, der beim Schlusspfiff lacht. Und damit am besten. Dass Steinböcken der Saturn als strenger Planet der Disziplin nahe steht, macht sich bezahlt: mit Schiedsrichtern gibt's nie Probleme, den Strafsenat kennen Sie nur vom Hörensagen. Und was andere an Strafgeldern bezahlen müssen, investieren Sie nach dem Match in ein kühles Bier. Oder zwei …"

Und genau zwei sind es auch in unserer Mannschaft: Josip Crnic und Paul Jordan

Mit doppelt so vielen  geht es weiter beim

Wassermann (21. Jan bis 19. Feb): "Eine tolle Saison kündigt sich an. Im Gegensatz zu den Sternen lauten die Prognosen der Meteorologen auf Schönwetter – es wird also regnen. Womit Sie in ihrem Element sind, zweifellos "Heimvorteil" haben. Also keineswegs einem Abbruch zustimmen, wenn es in die Halle regnet. Je feuchter die Angelegenheit, um so Erfolg versprechender – Sie werden dadurch die Punkte viel leichter ins Trockene bringen. Wassermänner sind Spezialisten gegen Manndeckung. Sie lassen sich an keine Kette legen, haben den absoluten Freiheitsdrang. Das sollten vor allem Ehepartner berücksichtigen, wenn nach Spielschluss die "dritte Halbzeit" angepfiffen wird."

Mittendrin statt nur dabei: Frederik Möhlmann, Marek Mikeci, Tim Stapenhorst und Karlo Oroz.

Was unsere Fische, Widder, Stiere etc. zu erwarten und zu bieten haben, steht nicht nur in den Sternen, sondern auch in der nächsten Ausgabe.

Willy Oevermann 

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