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OHV-Torwart überzeugt in Nationalmannschaft

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Edgars Kuksa bereitet sich mit der lettischen Handball-Nationalmannschaft auf die anstehende Europameisterschaft vor. In einem Testspiel stand der Torhüter des OHV Aurich rund 40 Minuten lang auf dem Feld.

Trondheim. Besser hätte es für den Torwart des Handball-Drittligisten OHV Aurich, Edgars Kuksa, im Vorfeld der Handball-Europameisterschaften im Team der lettischen Nationalmannschaft nicht laufen können. Nicht nur, dass er es, wie berichtet, in den Kader schaffte. Im Testspiel gegen Norwegens B-Auswahl am Sonntag kam er rund 40 Minuten zum Einsatz. Und überzeugte. „Es ist ganz gut gelaufen“, sagte Kuksa.

 

Er war für den beim EHF-Champions-League-Sieger 2019, Vardar Skopje, spielenden Arturs Kugis gekommen, mit dem die Letten in die Partie gestartet waren. Eigentlich war geplant, dass im Testspiel alle drei Torhüter zum Einsatz kommen sollten. Doch Kuksa spielte dann bis zum Ende. Zwar konnte er mit seinen Paraden nicht verhindern, dass seine Mannschaft am Ende mit 21:25 Toren verlor. Aber er machte es zunächst gegen Ende der ersten Halbzeit spannend, als er seinen Anteil daran hatte, dass seine Mannschaft von 6:11 auf 10:12 verkürzte. Und auch Mitte der zweiten Halbzeit war er ein großer Rückhalt, so dass seine Mannschaft bis auf ein Tor herankam (17:18). „Wir machen kleine Schritte nach vorn“, sagte Kuksa zur Entwicklung der Mannschaft insgesamt.

 

Bereits seit dem 3. Januar im EM-Spielort Trondheim

Während sich Lettlands Vorrundengegner, Spanien, Deutschland und die Niederlande, noch im Zuhause-Umfeld auf die Europameisterschaft vorbereiten, sind Kuksa und sein Team bereits seit dem 3. Januar im EM-Spielort Trondheim in Norwegen: „So können wir uns ein bisschen eingewöhnen.“

Davor absolvierte die Mannschaft bereits ein Trainingslager in der Heimat. Für Kuksa stand dort zudem ein Auftritt im lettischen Fernsehen an. Dort hatte er sich als Interviewpartner im Morgenmagazin den Fragen des Moderators gestellt. Ihre Ankunft in Norwegen kündigte die Mannschaft mit der Landung auf dem Flughafen per Video über Facebook an – Hallo Tronheima. Erstmals nimmt eine lettische Mannschaft an einem Handball-Großturnier teil.

 

„Es sieht schwer aus“

Noch am Tag ihrer Ankunft trainierte die Mannschaft erstmals. Seitdem stehen zwei Einheiten täglich auf dem Programm. Am heutigen Dienstag ist trainingsfrei, am Mittwoch offizielles Mannschaftstraining. Am Donnerstag wird es für Kuksa und sein Team dann ernst, wenn es im ersten Vorrundenspiel um 20.30 Uhr in der 8000 Zuschauer fassenden Nidarohalle gegen Spanien geht. Die haben die Letten bisher noch nicht von innen gesehen. „Wir trainieren in anderen Hallen in Trondheim“, sagt Kuksa.<

 

Er geht optimistisch in die EM-Spiele. „Es sieht schwer aus“, sagt Kuksa. Spanien ist Titelverteidiger, Deutschland hochambitioniert. Vom Testspiel der deutschen Mannschaft am vergangenen Sonnabend gegen Island haben die Letten Ausschnitte gesehen. Die Niederlande sind erstmals bei einem Großturnier dabei. Aber Kuksa sagt auch: „Es kann alles passieren.“

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