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OHV Aurich: Punktspiel im Fokus, EM im Blick

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich konzentrieren sich auf das erste Punktspiel in diesem Jahr. Sonnabend treten sie beim Team Handball Lippe II an. Sie drücken aber auch die Daumen.

Aurich. Die Weihnachtspause war nur kurz. Am Wochenende setzen die Drittligisten die Saison fort. Die Auricher müssen beim Tabellennachbarn Team Handball Lippe II antreten.

 Mit wem bekommen es die Auricher zu tun?

Das wüsste OHV-Trainer Arek Blacha auch gern. Im Großen und Ganzen weiß er es natürlich. Aber eben nicht im Detail. Und das versteckt sich in der spielfreien ersten Mannschaft des Lemgoer Bundesligisten, einem Kooperationspartner der Lipper. „Bei einer zweiten Mannschaft weiß man nie, wer dort aufläuft“, sagt Blacha. Er sagt aber auch: „Gegen höher platzierte Teams haben wir eigentlich unsere besseren Spiele gezeigt.“ Die Lipper gehören zu dieser Sorte Mannschaft. Auch OHV-Mannschaftsführer Jonas Schweigart ist optimistisch. Mit welchem Kader die Lipper antreten werden, spielt für ihn eine untergeordnete Rolle: „Ich bin ein Fan davon, dass wir uns auf uns konzentrieren. Das hat bis jetzt super funktioniert.“

 
Wie sind die Auricher nach der trainingsfreien Weihnachtspause in die Vorbereitung gestartet?

„Die Beine waren natürlich etwas schwer“, sagt Blacha. Die Spieler hätten sich erst wieder an die Belastung gewöhnen müssen. Was nicht heißt, dass sie in der trainingsfreien Zeit sportlich untätig waren. Aber sich fit zu halten oder sich intensiv auf etwas vorzubereiten, macht einen Unterschied. Die OHV-Handballer sind mit einem dreitägigen Trainingslager am vergangenen Wochenende eingestiegen und seitdem wieder im Rhythmus. Bis auf den OHV-Torwart im EM-Einsatz, Edgars Kuksa, waren alle dabei. Nach langer Verletzungspause auch wieder Jannes Hertlein und Wilke de Buhr.

 
Wie kompensiert der OHV das Fehlen seines OHV-Torwarts im EM-Einsatz?

Austen Müller aus der zweiten Mannschaft des OHV wird zusammen mit Frederick Lüpke das Torhütergespann bilden. Und das nicht zum ersten Mal. Bereits im September, im Spiel bei der SG Schalksmühle, gehörte Müller aushilfsweise zum Kader des OHV. Und trug bei seinem einzigen Einsatz eineinhalb Minuten vor Schluss mit einem gehaltenen Siebenmeter dazu bei, dass der OHV mit einem Punktgewinn aus dem Spiel ging. Bereits zu Saisonbeginn waren die Auricher mit der Situation konfrontiert, Edgars Kuksa ersetzen zu müssen. Da ließ dessen Schulteroperation einen Einsatz noch nicht wieder zu. „Da hat Freddi ja schon gezeigt, dass er mit der Rolle umgehen kann“, sagt OHV-Mannschaftsführer Jonas Schweigart.

 

Wie verfolgen die OHV-Spieler den EM-Auftritt ihres Torwarts?

Blacha findet es einfach geil, dass Kuksa es soweit geschafft hat: „Er ist enorm ehrgeizig. Jetzt sollte er die Europameisterschaft einfach genießen.“ „Alle freuen sich für ihn“, sagt Schweigart.

 

Welche Erinnerungen haben die Auricher an das Hinspiel gegen das Team Handball Lippe II?

„Das war sehr eng“, weiß Schweigart, der damals mit der letzten Aktion des Spiels einen Siebenmeter zum 28:26-Sieg verwandelte. Den hatte Kevin Wendlandt herausgeholt, der eine Schlüsselrolle spielte. Denn es war für die Auricher einerseits ein Spiel, um im Boden zu versinken. Nach einer Viertelstunde hatten sie 3:10 zurückgelegen. Paul Jordan schied knieverletzt aus. Andererseits aber waren sie wie im Rausch und Wendlandt kompensierte den Ausfall von Jordan. „Da haben wir eine enorme Energieleistung gezeigt“, sagt Schweigart. Zumal es in den letzten fünfeinhalb Minuten drei Zeitstrafen für OHV-Spieler gegeben hatte.

 

Wie gehen die Lipper in das Spiel gegen den OHV?

Seine Mannschaft müsse dem OHV ihr Spiel aufdrücken, so Trainer Matthias Struck: „Dann haben wir gute Chancen.“ Wenn es seinem Team gelinge, ins Spiel zu kommen und die Deckung stabil sei, dann, so glaubt Struck, werde es der OHV schwer haben, etwas zu holen.

 

Und auch das gehört zum Spiel Team Handball Lippe II gegen den OHV: eine Spendenaktion.

Die Lipper haben zu einer Spendenaktion zugunsten der Familie von Andreas Tesch aufgerufen. Der Torhüter vom Ligakonkurrenten Ahlener SG ist vor einer Woche im Alter von 31 Jahren gestorben. Er war nach der ersten Trainingseinheit des neuen Jahres in der Kabine zusammengebrochen und starb wenig später in einer Klinik. Tesch hatte Ende der vergangenen Saison eigentlich seine Karriere beendet, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Im Dezember war er zurückgekehrt, um die Mannschaft im Abstiegskampf zu unterstützen. Andreas Tesch hinterlässt seine Frau und seine zehn Wochen alte Tochter.

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So, wie im letzten Heimspiel des vergangenen Jahres gegen den TuS Volmetal, wollen sich OHV-Mannschaftsführer Jonas Schweigart und sein Team auch beim Team Handball Lippe II durchsetzen. Foto: Wolfenberg