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Erster Einsatz hinterließ Eindruck

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 08.11.2019 | |   1. Herren

OHV-Nachwuchsspieler Jonas Wark beeindruckte beim Debüt und gehört seitdem zum Kader des Drittligisten

Aurich. „Es hat einfach alles gepasst.“ Wer das sagt? Einer, der als Nachwuchsspieler im Drittligateam des OHV Aurich für viele positive Schlagzeilen sorgt. Der als A-Jugendlicher bereits Akzente setzt: Jonas Wark. Im August 18 Jahre geworden und der Jüngste in der Mannschaft. 

Es war im Dezember vergangenen Jahres, als der OHV Aurich im Final Four des niedersächsischen Pokalwettbewerbs in Habenhausen antrat. Verletzungs- und krankheitsbedingt mit gerade mal vier Stammspielern aus dem Team, das damals in der Oberliga spielte. „Davon habe ich profitiert“, sagt Wark im Nachhinein. OHV-Trainer Arek Blacha hatte aus der Personalnot heraus den damaligen Leistungsträger der A-Jugend nominiert. Seit Anfang der Saison hatte Wark bereits mit der Mannschaft trainiert. 

Wark kam, spielte und hinterließ einen Eindruck, der bei manchem ein ungläubiges Staunen hervorrief. Er spielte, als hätte er schon immer dazugehört. Die schönste Anerkennung aber erhielt er anschließend vom OHV-Trainer. „Er wird ab sofort zur Mannschaft gehören“, sagte Blacha damals. 

Wark erklärt sich den von jetzt auf gleich geglückten Sprung in die erste Mannschaft so: „In den Pokalspielen war der Druck vielleicht nicht so groß wie in Punktspielen.“ 

Eine andere Nummer ist es dann aber, bei einem Heimspiel in die Sparkassen-Arena einzulaufen. „Ein tolles Gefühl. Solch eine Kulisse“, sagt Wark. Alle Nervosität und Aufregung scheint er aber, wenn es sportlich drauf ankommt, auch dann abzuschütteln. Selbst eine Spielklasse höher, in der 3. Liga. „Da geht es auf jeden Fall anders zur Sache als in der Oberliga“, sagt Wark, der sich am wohlsten auf der linken Seite fühlt. Egal, ob auf der Außenseite oder im linken Rückraum. Die Mannschaft mache es ihm leicht, sich zu integrieren: „Ich bekomme viele Tipps, auch während des Spiels. Das gibt Sicherheit.“ 

Was Blacha an dem Nachwuchsspieler schätzt, ist dessen Disziplin: „Und er passt sich sehr gut an.“ 

Ein großes Vorbild hat Wark nicht. Mit seinem Vater tauscht er sich in Sachen Handball gerne aus. Eriks Wark ist in der damaligen Heimat Lettland auf ein Internat gegangen und hat in der lettischen Junioren-Nationalmannschaft gespielt. Inzwischen lebt die Familie in Wilhelmshaven. Dort hat Jonas Wark auch mit dem Handballspielen begonnen. Anfangs darüber hinaus noch Fußball gespielt. Als beides zusammen zu 

viel wurde, musste er nicht lange überlegen, welcher Ballsport für ihn die Zukunft bedeutet. 

Bis zum ersten Jahr der B-Jugend spielte er für die JSG Wilhelmshaven. „Die Mannschaft hat sich dann aber aufgelöst“, sagt Wark. Er wechselte zum OHV. Für die Fahrten zum Training nach Aurich wurden Fahrgemeinschaften gebildet, da mit ihm noch drei weitere Spieler aus der Region Friesland beim OHV spielten. 

Fahrgemeinschaften zum Training bildet er zusammen mit den Wilhelmshavenern im Auricher Team zwar immer noch. Aber inzwischen kann sich Jonas Wark, der im Oktober in Oldenburg ein Lehramtsstudium mit den Fächern Sport und Mathematik begonnen hat, selbst als Fahrer einbringen. 

Ausgenommen den Montag trainiert er täglich. Zweimal mit der ersten Mannschaft, zweimal mit der A-Jugend. Eigentlich hatte es vor Saisonbeginn geheißen, die A-Jugend habe Priorität. In Absprache mit deren Trainern wird jetzt aber über 

seinen Einsatz von Punktspiel zu Punktspiel entschieden. 

Am Sonnabend steht für ihn im Drittligateam das Heimspiel gegen die SG Menden Sauerland auf dem Plan. 

 

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Im Pokalfinale im Dezember vergangenen Jahres kam der A-Jugendliche Jonas Wark erstmals in der Mannschaft des OHV Aurich zum Einsatz. Und hinterließ einen so starken Eindruck, dass er seitdem fest zum Team gehört. Foto: Wolfenberg