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OHV Aurich weiter in der Warteschleife

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich müssen sich wegen der Corona-Krise weiter in Geduld üben – spätestens bis zum 16. Mai. Das Saisonende bleibt offen.

Aurich. Erst der 19. April, jetzt also möglicherweise bis 15. Mai: Bis dahin kann es sein, dass die Handballer in der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga wegen der Corona-Krise den Punktspielbetrieb nur aussetzen, um dann die Saison vielleicht doch noch zu Ende zu bringen. Damit bleibt Drittligist OHV Aurich im Moment nichts anderes, als sich in Geduld zu üben.

 

„So lange wir nicht wissen, ob und wann es weitergeht, können wir derzeit nur alles auf Sparflamme fahren“, sagt Lutz Günsel, zusammen mit Jörg Schmeding Geschäftsführer der Ostfriesland Handball Sportmarketing (OHS), dem wirtschaftlichen Träger der Mannschaft. Kurzarbeit haben sie angemeldet. Der Deutsche Handballbund hat am Freitag eine Entscheidung, ob diese Saison für die Bundes- und Drittligisten abgebrochen oder fortgeführt wird, vom weiteren Verlauf der Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen abhängig gemacht. Spätestens aber zum 16. Mai soll der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, so der Beschluss des DHB-Präsidiums vom Freitag.

 

Nach Ende der Zwangspause ist Vorlauf notwendig

 

„Wir hoffen, dass der Spielbetrieb wieder ins Laufen kommt“, sagt Andreas Tiemann, Spielleiter der 3. Liga der Männer. Wann? Keiner weiß. Nur - ihm ist auch klar, dass nicht sofort wieder mit den Punktspielen losgelegt werden kann, wenn die Ampel von rot auf grün umspringt: „Dann sind Verletzungen vorprogrammiert.“ Es braucht schon eine Vorlaufzeit von zwei, drei Wochen. Die Auricher Spieler jedenfalls warten nur darauf, dass sie wieder gemeinsam trainieren können.

Das reguläre Saisonende ist der 30. Juni. Entsprechend sind auch die Verträge der Spieler datiert. Normalerweise startet kurz darauf meist bereits die Vorbereitung auf die neue Saison. Die beginnt in der Regel für die Drittligisten Ende August. Ob das auch für die Saison 2020/21 gilt, hängt vom Ausgang dieser Spielserie ab. „Es gibt verschiedene Gedankenmodelle“, sagt Tiemann.

 

OHV muss bis zum 15. Mai für neue Saison melden

 

Die DHB-Verantwortlichen orientieren sich erst einmal am 19. April, dem Datum, das die Bundesregierung gesetzt hat, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Fix ist für den OHV und alle anderen Drittligisten derzeit nur ein Termin. Bis zum 15. Mai müssen sie für die nächste Saison gemeldet haben. „Das werden wir auch tun“, sagt Günsel.

 

Sportlich müssen sich die Auricher über die Zukunft keine Gedanken machen. Der Ligaverbleib war längst sicher, bevor der Spielbetrieb vorerst eingestellt wurde. Sollte die Saison abgebrochen werden, wird es ohnehin keine Absteiger geben. Darauf haben sich die DHB-Verantwortlichen am Freitag geeinigt. Ausgenommen sind die Mannschaften, die bereits zurückgezogen worden sind (in der Liga Nord-West sind das die Rhein Vikings), oder die die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht erfüllen. Es soll lediglich Aufsteiger geben.


Tabelle vom 13. März ist Grundlage für weitere Entscheidungen

 

Das DHB-Präsidium empfahl den Landesverbänden zum einen, diese Regelung zu übernehmen, um bundeseinheitlich zu verfahren. Zum anderen aber auch, die Saison zu beenden. Der Hessische Landesverband hat dies bereits mit Datum 13. März getan. Die Tabelle vom 13. März ist jetzt Grundlage für weitere Entscheidungen. Die Mitglieder des Präsidiums des Handball-Verbandes Niedersachsen entscheiden in dieser Woche, wie es weitergehen soll.

Wie diese Saison gewertet wird, ist noch nicht entschieden. Das soll in Abstimmung zwischen den Ligen, den Landesverbänden und der dafür gebildeten Arbeitsgruppe des Deutschen Handballbundes erfolgen.

 

Verstärkung gesucht

 

Der OHV kann, so lange nicht klar ist, wie diese Saison in der 3. Liga weitergeht, auch die nächste nicht so richtig in Angriff nehmen. Was den Kader betrifft, haben die Auricher zwar die Weichen bereits im Januar ein gutes Stück weit gestellt und die auslaufenden Verträge mit Kevin Wendlandt, Wilke de Buhr und Matej Cuk verlängert. Ein Großteil der Mannschaft hat zudem noch einen Vertrag für die kommende Saison. Die Auricher brauchen aber noch Verstärkung. Was die finanzielle Planung betrifft, hängen sie aufgrund der aktuellen Situation im Land zwangsläufig hinterher.

 

„Eigentlich sind wir um diese Zeit mit den Sponsorengesprächen schon durch“, sagt Günsel. Trotz Coronakrise blickt er aber optimistisch nach vorn.

Zurück
Sieben Spiele stehen für den OHV Aurich in der 3. Liga noch auf dem Spielplan. Ob diese Partien ausgetragen werden, bleibt ungewiss. Zum letzten Mal waren die Auricher am 4. März vor eigenem Publikum bei der 26:28-Niederlage gegen Wilhelmshavener HV im Einsatz. Jannes Hertlein setzt hier zum Wurf an. Foto: Wolfenberg