Zum Hauptinhalt springen

OHV Aurich zuversichtlich vor erstem Heimspiel

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Im ersten Heimspiel der Saison bekommt es Handball-Drittligist OHV Aurich am Sonntag mit LiT 1912 II zu tun. Trainer Arek Blacha ist optimistisch. Trotz der Niederlage zum Auftakt bei der Ahlener SG.

Aurich. Der Anfang ist gemacht. Der Erleichterung über den Beginn der Punktspiel-Saison stand für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am vergangenen Sonnabend allerdings ein ernüchterndes Ergebnis gegenüber. Sie verloren bei der Ahlener SG. Der Optimismus im Team und bei Trainer Arek Blacha ist deswegen jedoch nicht gewichen. Am Sonntag empfangen die Auricher im ersten Heimspiel der Saison um 17 Uhr in der Sparkassen-Arena die Mannschaft von LiT 1912 II. Die trat in der vergangenen Spielserie noch unter dem Vereinsnamen LiT Tribe Germania an. Der OHV hat das Spiel bei der Ahlener SG reflektiert. Welche Erkenntnisse hat OHV-Trainer Arek Blacha aus der Analyse gezogen?

 „Die Mannschaft hat das Spiel ziemlich gut verarbeitet“, so sein Eindruck. Es seien gute Gespräche gewesen. Alle seien schnell auf den Punkt gekommen. „Und das ist gut“, sagt Blacha. Er habe ein paar Dinge angesprochen, die in dem Spiel in die falsche Richtung gelaufen seien. Die hätten auch alle eingesehen. „Ich weiß, was die Mannschaft kann. Was sie in der Vorbereitung gespielt hat“, sagt Blacha mit Blick auf überzeugende Leistungen in Testspielen. Natürlich würden mit Oliver Staszewski und Christoph Groß zwei Spieler im Rückraum fehlen, die in der vergangenen Saison noch zum Team gehörten. Aber sie waren auch in der Vorbereitung schon nicht dabei.

 

Für Blacha ist die Hauptsache, dass seine Mannschaft ihren Rhythmus und zu ihrem Tempospiel findet. „Es muss klick machen. Wenn, dann sind wir wieder da“, sagt Blacha.

 

LiT 1912 II ist mit einem Heimsieg in die Saison gestartet. Welchen Eindruck hat der nächste Gegner auf den OHV-Trainer gemacht?

 

„Wir werden es mit einer robusten Mannschaft und einer starken Abwehr zu tun bekommen“, sagt Blacha. Die gewann mit 29:20 Toren gegen Hannover-Burgwedel. Bis Mitte der zweiten Halbzeit war es aber eine enge Partie. Erst dann setzte sich LiT entscheidend ab. Deshalb stuften die Hannoveraner ihrerseits das Endergebnis als zu hoch ein.

 

 Aufeinandertreffen zwischen dem OHV und LiT gibt es in der 3. Liga jetzt in der zweiten Saison, davor aber bereits einmal in der Aufstiegsrunde mit den Meistern aus den Oberligen. Mit welchen Ergebnissen?

 

An die Aufstiegsrundenspiele zur 3. Liga gegen LiT am Ende der Saison 2018/19 denken die Auricher weniger gern zurück. In der ersten Runde sicherte sich LiT damals gegen den OHV den direkten Aufstieg. In der vergangenen Saison dann das erste Aufeinandertreffen der Teams in der 3. Liga. Der OHV gewann sein Heimspiel klar. Zum Rückspiel kam es corona-bedingt nicht mehr.

 

 In dieser Saison tritt der Handballverein aus Minden und Hille unter neuem Namen an. LiT 1912 II. Was hat es damit auf sich?

 

LiT steht für Leistung im Team. Seit Juli gehört der TuS Nettelstedt neu zur Spielgemeinschaft, dessen erste Männermannschaft in der 2. Bundesliga spielt. Von diesem Zusammenschluss profitieren zwei Neuzugänge im LiT-Team: Marek Nissen, der aus der Jugend der SG Flensburg-Handewitt wechselte, und Filip Brezina, der vom TuS Spenge kam. Sie sind sowohl für den TuS Nettelstedt als auch für LiT spielberechtigt. Insbesondere von den Qualitäten des Rückraum-links-Spielers Nissen zeigte sich Blacha beeindruckt. Der war im Saisonauftaktspiel mit sieben Treffern gleich Haupttorschütze.

 

 Der Vereinsname ist neu, Spielernamen sind neu. Viele sind aber auch bekannt.

 

Auf dem Spielfeld ist es der Name Evars Klesniks. Abwehrchef. Zusammen mit OHV-Torwart Edgars Kuksa trat er im Team der lettischen Nationalmannschaft im Januar bei der Handball-Europameisterschaft in Norwegen an. Anschließend verpflichtete ihn Bundesligist TBV Lemgo-Lippe für den Rest der Saison nach. Mit Beginn dieser Saison ist der inzwischen 40-jährige Klesniks ins LiT-Team zurückgekehrt. Trainer der Mannschaft ist Daniel Gerling. Er geht mit dem LiT-Team in seine siebte Saison als Trainer.

 

 Wie sind die personellen Voraussetzungen des OHV im Heimspiel gegen LiT?

 

„Sie sind besser als vor einer Woche“, sagt Blacha vor allem mit Blick auf die Trainingsbeteiligung in den Tagen vor dem Spiel. Verletzungsbedingt musste Blacha da noch auf Spieler verzichten. Diese Woche lief es besser.

Zurück
Wie in der vergangenen Saison bekommen es die OHV-Spieler (rechts Nikita Pliuto) gegen LiT auch diesmal wieder mit dessen Abwehrchef Evars Klesniks zu tun. Klesniks hat mit dem Auricher Torwart Edgars Kuksa im Januar bei der Europameisterschaft zusammen in der lettischen Nationalmannschaft gespielt. Archivfoto: Wolfenberg