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OHV vor schwieriger, aber reizvoller Aufgabe

Erstellt von Ostfiresische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren Vorbericht

Die Drittliga-Handballer des OHV müssen am Sonnabend beim TuS Spenge antreten. Die Auricher trennen vom drittplatzierten TuS nur drei Punkte. Für den Auricher Trainer ist die Tabelle kein Maßstab.

Aurich. Wie sich die Zeiten ändern. Damals, im Oktober vergangenen Jahres, als der OHV Aurich gegen den TuS Spenge spielte, lagen Tabellenwelten zwischen den beiden Mannschaften in der 3. Handball-Liga. Wenn die Auricher am Sonnabend (19.15 Uhr) zum Rückspiel beim TuS Spenge antreten, ist das Bild ein ganz anderes. Der TuS ist ein Spitzenteam geblieben, der OHV ist nach oben dicht dran geklettert. Auf Augenhöhe sieht OHV-Trainer Arek Blacha sein Team deswegen jedoch nicht.

 

 Zwei Teams, dicht zusammen und doch nicht ebenbürtig

OHV-Trainer Arek Blacha hat großen Respekt vor der Aufgabe. „Wir sind jedenfalls nicht der Favorit“, sagt er. Dabei trennen beide Teams nur drei Punkte. Und die Auricher haben zudem noch ein Spiel weniger ausgetragen als der TuS. Darauf gibt Blacha jedoch nichts: „Der TuS Spenge macht das sehr souverän und steht zurecht dort oben in der Tabelle.“ Blacha traut dem TuS auch zu, am Ende der Saison einen Platz unter den ersten drei Teams zu belegen. Als Beweis für die Klasse des Gegners hat er noch das Hinspiel seiner Mannschaft gegen den TuS im Kopf: „Da haben uns die Spenger eine Lehrstunde erteilt.“

Die Auricher verloren gegen einen TuS, der damals Tabellenzweiter war, klar mit 22:33 Toren. Für den OHV gab es gegen einen allein schon körperlich überlegenen TuS und dessen reichliche personelle Alternativen nichts zu holen. Und doch war Blacha damals nicht enttäuscht über den Auftritt seiner Mannschaft, die Gas gegeben, Herz gezeigt hatte und in der Edgars Kuksa nach langer Verletzungspause eine erfolgreiche Rückkehr gab. Der TuS war einfach zu stark gewesen.

 

Das ist anders als im Hinspiel

Der OHV geht unter besseren personellen Voraussetzungen als im ersten Aufeinandertreffen in das Rückspiel. Zwar fehlte Josip Crnic in dieser Woche grippekrank beim Training. Und ob er am Sonnabend wieder dabei ist, ist noch fraglich.

Und doch hat Blacha, Stand Donnerstag, im Rückspiel mehr Alternativen. Denn damals fehlte Kevin Wendlandt mit einem Nasenbeinbruch von Anfang an. Und Jannes Hertlein konnte aufgrund seiner Leistenprobleme ab der 35. Minute nicht mehr eingesetzt werden.

 

Das haben die beiden Teams gemeinsam:

Sie sind aus dem Punktspielrhythmus. Sowohl der OHV als auch der TuS wurden am vergangenen Wochenende zu Sturmopfern und waren deshalb unfreiwillig nicht im Einsatz. Für die Auricher fiel das Heimspiel gegen den Leichlinger TV aus, für die Spenger die Auswärtspartie bei LiT Tribe Germania. Beide Seiten bedauerten die Absagen. Der Punktspielrhythmus der Auricher ist damit ziemlich durcheinander.

Die Euphorie aus dem Sieg gegen die SG Schalksmühle Mitte Januar konnten die Auricher nicht mit ins nächste Wochenende nehmen, da dort das Spiel gegen die Rhein Vikimngs auf dem Plan stand. Und die haben, wie berichtet, die Mannschaft zurückgezogen. Es folgte für den OHV das Spiel beim Longericher SC, das verloren wurde. Dann die sturmbedingte Zwangspause. „Jetzt müssen wir sehen, dass wir wieder in Schwung kommen“, sagt Blacha.

 

 Spiele zwischen dem OHV und dem TuS gab es schon in der 2. Bundesliga

Aufeinandertreffen zwischen den beiden Mannschaften haben eine lange Vergangenheit. Achtmal hatten sie es in den Saisons 2004/05 bis 2007/08 in der 2. Bundesliga miteinander zu tun, viermal zuvor in der Regionalliga. 2001 trennten sich die beiden Teams im Spitzenspiel unentschieden.

Der Punkt bedeutete damals für die Spenger den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der OHV war Tabellenzweiter. 2010/11 bestritten die beiden Teams eine gemeinsame Saison in der 3. Liga. Nach acht Jahren jetzt also in dieser Spielserie die Neuauflage.

n die Knie zwangen die Spieler des OHV Aurich (mit Ball Maxim Pliuto) die SG Schalksmühle. Nach unfreiwilligen Punktspiel-Zwangspausen wollen die Auricher beim TuS Spenge sehen, dass sie wieder in Schwung kommen. Archivfoto: Wolfenberg
 

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