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Viele Gespräche hinter den Kulissen

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Marco Lindenbeck | |   1. Herren Vorbericht

Der OHV Aurich will die Verträge mit Spielern und Trainer Blacha verlängern – dabei gerät das Spiel gegen Leichlingen am Sonntag fast in den Hintergrund.

 

Aurich. Jede Serie hat einmal ein Ende: Das musste auch der Handball-Drittligist OHV Aurich am letzten Wochenende in Longerich erfahren. Mit 24:29 verlor die Mannschaft um Trainer Arek Blacha und kassierte die erste Niederlage nach fünf Siegen in Folge. Am Sonntag empfängt der OHV den Leichlinger TV in der Sparkassen-Arena (17 Uhr). Die Auricher wollen das Heimspiel, besonders nach der knappen 21:22-Niederlage im Hinspiel, siegreich gestalten. Doch der sportliche Aspekt ist angesichts des frühzeitig gesicherten Klassenverbleibs etwas in den Hintergrund gerückt. Hinter den Kulissen werden die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt – die Vertragsgespräche mit Trainer Blacha und den Spielern laufen.

 Ergebnisse wollte Teammanager Ewald Meyer noch nicht mitteilen. Aber: Die Spieler, deren Verträge nach dieser Spielzeit auslaufen, sollen auch in der kommenden Saison für den Drittligisten auflaufen. Auch der erfolgreiche Trainer Arek Blacha soll bleiben. Der OHV-Trainer hatte unlängst betont, dass er sich eine weitere sportliche Zusammenarbeit gut vorstellen könne.

 

„Die schauen eher in der Ersten und Zweiten Liga“

Neue Spieler könnten auch kommen, doch erst soll mit den altgedienten verlängert werden. „Danach wissen wir auch, auf welchen Positionen noch Bedarf ist“, sagt Meyer. Bei der Suche nach neuem Personal müssen die Auricher ihre Blicke weit schweifen lassen. Denn außer dem Tabellenführer Wilhelmshaven gibt es keine höherklassigen Mannschaften in der Nähe. Im Gegenzug muss sich der OHV wohl keine Gedanken machen, dass Wilhelmshaven Spieler aus Aurich abwerben könnte. „Die schauen eher in der Ersten und Zweiten Liga“, sagt der OHV-Teammanager. Meyer rechnet zudem nicht damit, dass Torhüter Edgars Kuksa noch ein Angebot aus einer höheren Liga bekommt. Anfragen hätte es bislang nicht gegeben. Überhaupt findet Meyer, dass das Thema Kuksa nach der Europameisterschaft ein wenig zu hoch gekocht ist. „Als wir in geholt haben, war er bereits lettischer Nationalspieler“, so Meyer. Bei etwaigen Wechseln würde der sportliche Aspekt eher eine untergeordnete Rolle spielen. „Meistens wechseln die Spieler aus familiären oder beruflichen Gründen“, sagt Meyer.

 

Beim Heimspiel gegen Leichlingen werden bis auf Paul Jordan wieder alle Spieler zur Verfügung stehen. Beim letzten Spiel in Longerich hätten die Spieler die Konzentration vermissen lassen. „Wir waren nicht durchschlagskräftig genug und haben uns in den letzten Minuten in doppelter Unterzahl auskontern lassen“, sagt Meyer. Das soll gegen Leichlingen wieder besser werden. Doch leicht wird die Aufgabe gegen den abstiegsbedrohten Gegner nicht. Die letzten beiden Saisonspiele hat Leichlingen gewonnen. Sie werden mit breiter Brust in der Sparkassen-Arena auflaufen. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Es gibt eigentlich keine einfachen Gegner. Die können alle Handball spielen“, sagt Meyer.

 

Das Spiel wird für einen OHV-Spieler auch ein Treffen mit alten Bekannten. Jannes Hertlein hat nach Aussage von Meyer während seines Studiums für ein Jahr bei den Leichlingern gespielt.

OHV-Trainer Arek Blacha kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit den Aurichern gut vorstellen.
OHV-Spieler Jannes Hertlein (rechts) trifft am Sonntag auf alte Bekannte. Während seines Studiums hatte er für Leichlingen gespielt. Archivfotos: Wolfenberg