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Zwischen Frust und Freude

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 11.11.2019 | |   1. Herren Spielberichte

OHV spielt gegen bisherigen Tabellenvorletzten SG Menden unentschieden – anschließend macht der Trainer seinem Ärger Luft

Aurich. Unterschiedlicher hätten die Emotionen am Ende kaum sein können. Mit 29:29 Toren hatten sich am Sonnabend die Drittliga-Handballer des OHV Aurich und der SG Menden getrennt. Während SG-Trainer Michael Reiners sehr zufrieden mit dem Ergebnis war, machte OHV-Coach Arek Blacha anschließend seinem aufgestauten Frust Luft. Denn die Schiedsrichter hatten mit ihren Entscheidungen dazu beigetragen, dass für seine Mannschaft vieles anders gekommen war als geplant. 

„Ich mach das heute und sag das“, so Blacha nach dem Spiel. Das musste er einfach loswerden. Die ganze Woche habe er konzeptionell gearbeitet und die Mannschaft auf das Spiel vorbereitet: „Und dann durfte Christoph (Groß, Anm. der Redaktion) zum Beispiel im Spiel eins gegen eins nichts machen, weil die Schiedsrichter die Aktionen geahndet haben.“ Oder sie hätten nach gefühlt zehn Sekunden die Hand oben gehabt. Das Zeichen für Zeitspiel und für die Spieler der Hinweis, den Angriff schnell abschließen zu müssen. „Die Entscheidungen haben den ganzen Spaß am Spiel genommen, uns auch unser ganzes Konzept kaputt gemacht und nur Nervosität gebracht“, sagte Blacha. Gefühlt war das Spiel gegen die SG Menden für ihn ein Auswärtsspiel. Die Fans hatten ihren Unmut über die Entscheidungen der Schiedsrichter so aufgebracht wie selten während des Spiels geäußert. 

Dabei hatte die Partie für die Auricher vielversprechend begonnen. Nach fünf Minuten führten sie 3:0, hatten bis dahin aber auch vom zweimaligen Pfostenpech der Mendener profitiert. 

In der sechsten Minute traf Oliver Staszewski zum 4:1 für den OHV. Es sollte für die nächsten zwölf Minuten der letzte Treffer der Auricher gewesen sein. Sie waren zum einen verunsichert durch die Entscheidungen der Schiedsrichter, zum anderen nutzten sie aber ihre herausgespielten Torchancen auch nicht. Nur gut, dass Edgars Kuksa im Tor die Auricher mit Glanzparaden im Spiel hielt. So führten die Gäste in der 16. Minute nur 5:4. 

Blacha reagierte mit einer Auszeit und personellen Wechseln. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes, einsatzbetontes Spiel, in dem die Auricher ab der 28. Minute auf Josip Crnic verzichten mussten. Er schied nach einer Abwehraktion und einem Aufeinandertreffen mit einem Mendener Angriffsspieler mit Verdacht auf Schienbeinprellung aus. Lukas Günsel spielte von da an für Crnic auf der rechten Außenseite und verdiente sich ein Extralob des Trainers. 

Der OHV startete mit Frederick Lüpke im Tor in die zweite Halbzeit. „Beide, Eddi und Freddi, haben ihre Klasse in dieser Saison bewiesen“, sagte Blacha zum Wechsel. Lüpke bekam zwar zunächst keine Hand an den Ball, der OHV lag in der 37. Minute 17:20 zurück. Mit der ersten gelungenen Aktion war Lüpke aber im Spiel, von da an der gewohnt starke Rückhalt und darüber hinaus mit präzisen langen Pässen der Vorbereiter für manches Gegenstoßtor. Von den genauen Anspielen profitierte vor allem Günsel. Zwar scheiterte der zunächst in der 40. Minute mit der Chance zum 21:21, machte es kurz darauf jedoch besser. „Gut, dass ich den dann reingemacht habe“, sagte Günsel, der damit sein Selbstvertrauen zurückgewonnen hatte. Es war dann Lüpke, der in der Schlussminute mit einer Glanzparade das mögliche 30:29 für die SG verhinderte, als er den Ball nach einen Wurf von Matthias Zimny mit der Fußspitze ins Toraus lenkte. 

Insgesamt hatten die Torhüter des OHV einen schweren Stand, weil die Abwehr sich nicht so stabil präsentierte wie im Spiel der Vorwoche gegen LiT Tribe Germania. Vor allem SG-Spieler Maximilian Klein gelangen immer wieder Tore aus dem Rückraum, allein sechsmal in der zweiten Halbzeit. 

Es blieb bis zum Schluss eine Partie, die Spitz auf Knopf stand. In der 55. Minute traf Staszewski, der sich im Spiel eins gegen eins durchsetzte, zum 28:26 für den OHV. Nach drei Toren in Folge für die SG lagen die Auricher eineinhalb Minuten vor Schluss dann aber 28:29 zurück. 60 Sekunden vor dem Ende gelang Christoph Groß aus dem rechten Rückraum das 29:29. Dabei blieb es, dank der Glanzparade von Lüpke. 

SG-Trainer Reiners hatte danach schon befürchtet, mit einer Niederlage die vierstündige Heimreise antreten zu müssen. Doch die letzte Angriffsaktion des OHV nach einer Auszeit, die Groß zwei Sekunden vor dem Ende abschließen musste, blieb ohne Tor. 

Einen schweren Stand hatte nicht nur OHV-Spieler Christoph Groß gegen die SG Menden. Ihm gelang aber 60 Sekunden vor Schluss der Ausgleich.
Mit vereinten Kräften und einer Glanzparade von Torwart Frederick Lüpke verhinderten die Auricher in der Schlussminute ein Führungstor für die SG nach einem Wurfversuch durch Matthias Zimny (Nummer fünf). Fotos: Wolfenberg
Sie trommelten, was die Felle hergaben, puschten den OHV und hatten Grund, sich über Entscheidungen der Schiedsrichter aufzuregen.
 

Nächstes Heimspiel

OHV Heimspiele


So. 15.12.19 Ellernfeld

12:00 Uhr
B1-Jugend (VR OL)
gg.
HSG Schwanewedw/Nk.

14:00 Uhr
C2-Jugend (Landesliga)
gg.
SG Neuenhaus/Uelsen

 

16:00 Uhr
C1-Jugend (Oberliga)
gg.
VfL Fredenbeck

2. Herren: Mit FAN BUS zum Auswärtsspiel

Erster gg. Zweiten

Zum Auswärts-Topspiel am 14.12.2019  gegen die HSG Heidmark setzen wir einen Bus ein. Das Spiel findet um 19:30 Uhr in Fallingbostel statt. Abfahrt ist um 15:00 Uhr an der Sparkassenarena. Die Kosten 10 € pro Person.

 Anmeldungen bitte bei Leon Höppner unter (0176) 842 885 25.