Zum Hauptinhalt springen

Fahrpläne für die Fortsetzung der Handball-Saison

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   Sonderberichte

Der Handballverband Niedersachsen macht Vorschläge zum Wiedereinstieg in den Spielbetrieb. Darüber diskutiert auch der Verbandsligist OHV Aurich II.

 

Aurich. Wie geht es weiter mit der Handball-Saison auf Landesebene? Wann darf, wann kann wieder gespielt werden? Und nach welchem Modus? Das sind nur einige Fragen, mit denen sich eine vom Präsidium des Handballverbandes Niedersachsen (HVN) gebildete „Task force Spielbetrieb“ beschäftigt. Sie hat erste Modelle ausgearbeitet, über die nun mit den betroffenen Mannschaften diskutiert werden soll.

 

Dazu gehören der OHV Aurich II in der Verbandsliga der Männer und TuRa Marienhafe in der Landesliga der Männer. Auch für den weiteren Spielbetrieb der Jugend gibt es Pläne. Die betreffen die männlichen Jugendmannschaften des OHV und die weiblichen des MTV Aurich in verschiedenen Altersklassen. Vorerst ist die Saison pandemiebedingt bis zum Jahresende unterbrochen.

 

Vorschläge für den Wiedereinstieg

 

Für die Ober- und Verbandsligisten der Männer ist ein Vorschlag, am Wochenende 16./17. Januar wieder in den Spielbetrieb einzusteigen, mit dann neu aufgeteilten Staffeln. In den aktuell zwei Verbandsligen (Niedersachsen und Nordsee) spielen insgesamt 29 Mannschaften. Daraus könnten dann drei Staffeln mit neun beziehungsweise zehn Teams werden. Die jeweils Erstplatzierten spielen ab Mitte Juni in einer Hin- und Rückrunde die Aufsteiger aus. Die jeweils Letztplatzierten steigen ab. Die jeweils Vorletzten gehen gegebenenfalls in die Abstiegsrelegation.

 

Ein anderer Vorschlag: Mit unveränderter Staffelstärke am Wochenende 16./17. Januar oder 6./7. Februar die Saison fortzusetzen. Dann würde allerdings nur eine Einfachrunde gespielt, die Mitte Mai enden würde. Die Ergebnisse der bisher ausgetragenen Begegnungen sollen berücksichtigt werden. Der OHV II hat bisher zwei Spiele ausgetragen. Eins gewonnen, eins verloren. Aufsteiger und Absteiger sollen ab Mitte Mai in einer Meister- und einer Abstiegsrunde ausgespielt werden. Wobei die Punkte aus der Vorrunde gegen die direkten Gegner mitgenommen werden. Die Meister- und Abstiegsrunde könnte entfallen, wenn es die Pandemie nicht zulässt. Für den Fall würde die Einfachrunde nach der Quotientenregel gewertet. Der Trainer des OHV Aurich II, Patrick Tulikowski, kann sich eher mit dem ersten Vorschlag anfreunden. Mit geteilten Staffeln. „Dann würde es ein Hin- und Rückspiel geben. Das wäre aus meiner Sicht objektiver“, so Tulikowski. Was die mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs betrifft, ob im Januar oder im Februar, spielt für Tulikowski keine große Rolle: „Ob man jetzt zwei Wochen früher oder später beginnt, ist egal.“

 

Spieler halten sich selbstständig fit

 

Im Moment befinden sich seine Spieler im selbst gemanagten Fit-halte-Modus. Mannschaftstraining ist vorerst bis Ende November nicht erlaubt. Und mit Blick auf die Infektionszahlen sieht es aktuell nicht danach aus, als sollte sich daran im Dezember etwas ändern. „Wenn sich abzeichnet, dass wir wieder trainieren können, werden die Spieler bis dahin mehr Vorbereitungsinfos an die Hand bekommen als nur die, sich körperlich fit zu halten“, sagt Tulikowski. Es sei jedenfalls gut gewesen, dass die Mannschaft nach der langen Zwangspause schon mal zwei Punktspiele habe bestreiten können und das Wettkampfgefühl wieder gespürt hat. Das war Anfang Oktober. Nach mehr als sechs Monaten Zwangspause.

 

Was die A-Jugendlichen des OHV Aurich betrifft, die ebenfalls von Tulikowski trainiert werden, fällt es deutlich schwerer, die Spannung hochzuhalten. Denn genau an dem Wochenende, an dem die Jugendmannschaften in die Saison starten sollten, nach den Herbstferien am letzten Oktober-Wochenende, wurde der Spielbetrieb bis Ende des Jahres gestoppt.

 

Jugend: Saisonende bis zu den Sommerferien

 

Für den Jugendbereich favorisieren die Mitglieder des Spielausschusses einen Start zum ersten Wochenende im Februar. „Lediglich im Bereich der B-Jugend-Oberliga könnten schon vorher die Termine ab 16. Januar mit berücksichtigt werden, da in dieser Altersklasse ab Mai noch die Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden sollen“, so HVN-Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof. Die Planungen sollen so angepasst werden, dass sowohl die Saison als auch die Relegationen zur Spielzeit 2021/2022 bis zu den Sommerferien durchgeführt werden können. „Damit ab September ein möglichst regulärer Start in die Saison erfolgen kann“, sagt Schoof.

 

Die Mannschaften in den Landesligen der Männer, so der Plan, sollen am Wochenende 6./7. Februar wieder mit den Punktspielen beginnen. Mit dann neu aufgeteilten Staffeln. Derzeit sind es sieben. Daraus sollen zehn oder elf werden mit jeweils sieben oder acht Mannschaften. Die sollen bis Anfang Juni eine Hin- und Rückrunde austragen. Die jeweils Erstplatzierten qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde, in der ab Mitte Juni vier Aufsteiger ausgespielt werden. Die Letztplatzierten der Staffeln steigen ab. In der Landesliga Nord-West hat bisher erst ein Spiel stattgefunden. Am 24. Oktober. Zwischen der HG Jever/Schortens und TuRa Marienhafe. TuRa verlor.

 

Für eine Wie-kann-es-weitergehen-Entscheidung holen die Mitglieder der „Task force“ jetzt die Vereine mit ins Boot. Vertreter der Ober- und Verbandsligisten wollen am Sonnabend, 28. November, in einer Video-Konferenz über die Modelle diskutieren. Das Meinungsbild der Vertreter der Landesligen der Männer ermittelt die „Task force“ über eine Online-Umfrage. Denn eins ist klar: So, wie anfangs geplant, kann die unterbrochene Saison nicht fortgesetzt werden.

 

„Uns ist es wichtig, in den direkten Dialog mit den Vereinen zu treten, um so den Entscheidungsprozess im Präsidium zu unterstützen. Wenn absehbar ist, dass die derzeit gültigen Allgemeinverordnungen zur Eindämmung der Pandemie einen geordneten Spielbetrieb zulassen, werden wir kurzfristig eine Entscheidung herbeiführen“, sagt Schoof. Ziel ist es, den Spielbetrieb der Frauen und Männer, die in den Ligen auf Landesebene antreten, bis spätestens Mitte Juli zu beenden.

Der OHV II spielt in der Handball-Verbandsliga und hat wegen der Corona-Pandemie erst zwei Spiele absolviert.Archivfoto: Wolfenberg
 

Die OHV-Geschäftsstelle bleibt coronabedingt bis auf Weiteres geschlossen!